09.11.2018 Malstedt

November 18 - mehr als grau

November 18 - mehr als grau Ausstellung in Malstedt lohnt einen Ausflug

Malstedt. Manfred Bordiehn eröffnete mit seiner Laudatio die sehenswerte Ausstellung der Mühle Malstedt Kunstwerkstatt (MMK) „November18 - mehr als grau“.

Natürlich steht die Ausstellung im Zeichen des vor Kurzem verstorbenen Bildhauers und Malers Gerd Rehpenning. Er war einer der Mitbegründer der Kunstwerkstatt. Obwohl schon sehr von seiner Krankheit gezeichnet, war es sein Wunsch, diese Ausstellung mitzugestalten. So sind Werke von ihm zu sehen, die er selbst noch hierfür aussuchte.

Manfred Bordiehn, Vorsitzender des Kultur- und Heimatkreises Bremervörde, zeigte auf, was für diesen heimischen Künstler im Mittelpunkt stand: Der Mensch. So zeige sich in seinen Bildern und Skulpturen die Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit, aber auch das wiederkehrende Motiv des Zusammenstehens und der Solidarität. Weiterhin verwies der Laudator auf Projekte, die Rehpenning in Bremervörde mit dem Verein Tandem, in der Seminarturnhalle Stade und als Botschafter für den Landkreis Stade in Norwegen und Schweden gestaltet hatte.

Manfred Bordiehn ging in seiner Laudatio durch die einzelnen Etagen der Mühle. Denn jede hat etwas Besonderes zu bieten. Sei es der Maler Mathias Meinel, der als Preisträger der Marlene-Trendwedel-Stiftung bekannt, nun hier seine „Pfützen“ ausstellt.

Oder Roswitha Precht mit ihren knuffigen Katzenbildern, die sie in einer ganz besonderen Technik aus Kreide- und Bleistiftstaub, verwischt und dann mit Radiergummi filigran gestaltet.

Wieder mit dabei ist Hanna Hütten. Nach einer Pause zeigt sie sich hoch aktiv. Sie experimentiert mit Bitumen, Gips und Elbsand. Sie spachtelt, malt, gipst in Schichten. Heraus kommen Abstraktionen, die ihre Liebe zum Maritimen nicht verleugnen.

Siegfrid Krön hat wie immer zu den Ausstellungen sein Atelier im Haus geöffnet. Seine zarten Aquarelle beschäftigen sich mitdem Thema Winter. „Landschaften werden plastisch, Wellen scheinen sich aus dem Bild herauszubrechen“, beschreibt Bordiehn.

Tina Abich präsentiert großformatiges Acryl. Es lohnt sich länger vor ihren Bildern zu verweilen. In ihren Märchenlandschaften gibt es immer wieder Neues zu entdecken.

Last but not Least ist auch Helge van der Este wieder mit dabei. Seine durch die Natur inspirierten Skulpturen finden unter seinen Händen zu neuem bewegten Leben.

Die sehenswerte Ausstellung ist kostenfrei jeden Sonntag bis zum 2. Dezember zwischen 11 und 17 Uhr zu besichtigen.