03.08.2018 Deinstedt Von: Heino Schiefelbein
Auszeichnung für außergewöhnliche Leistungen

Ehrenbürger Klaus Schröder

25 Jahre gehörte Klaus Schröder dem Rat der Gemeinde Deinstedt an, davon die letzten zehn von 2006 bis 2016 als Bürgermeister.

Die Laudatio hielt sein Nachfolger Hans Jürgen Pietsch. Die rund 180 Gäste im Festzelt auf dem Malstedter Sportplatz gratulierten mit stehenden Ovationen.

Gleich zu Beginn seiner Rede stellte Bürgermeister Pietsch klar: „Ohne dich wäre das Projekt Dorferneuerung nicht realisiert worden."

Schröder sei es gelungen, den 2006 neu gewählten Rat davon zu überzeugen, daran teilzunehmen, nachdem das Vorgängergremium dies als noch nicht notwendig angesehen hatte. Ein bestimmtes Handeln am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt habe die Entwicklung der Dörfer Deinstedt und Malstedt in die richtige Richtung geführt und die Geschichte beider Orte nachhaltig beeinflusst. „Diesen Zeitpunkt hast du mit Weitsicht, Engagement, Zielstrebigkeit und mit großem Mut ausgewählt."

Bürgermeister Pietsch erinnerte an die durchgeführten Maßnahmen wie Sanierung der Friedhofskapelle mit neuer Überdachung in Deinstedt, den Umbau der Alten Schmiede in Malstedt, die Sanierung und Erweiterung der alten Schule Deinstedt zum Dorfgemeinschaftshaus und Neubau einer Feuerwehrfahrzeugbox sowie eines Nebengebäudes, die Umgestaltung des Stühweges in Malstedt und zu guter Letzt die Umgestaltung des Friedhofes Malstedt mit einem neuen Glockenturm.

Die förderfähigen Gesamtaufwendungen beliefen sich auf rund 1,25 Millionen Euro. Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) beteiligte sich mit 672.000 Euro.

Pietsch stellte fest: „In den Dörfern ist im Zuge dieser Maßnahmen eine Zusammengehörigkeit und ein Zusammenhalt entstanden." Malstedt sei Kreissieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" geworden und es sei der Verein „Aktives Deinstedt" entstanden. „Somit kann man mit Fug und Recht behaupten, dass du, Klaus, für Deinstedt und Malstedt Geschichte geschrieben hast."

Der Dank des Bürgermeisters galt auch allen weiteren Personen und Institutionen, die an der Dorferneuerung beteiligt waren. „Die ganzen Leistungen unserer Dorfbevölkerung für diese Projekte sind nicht mit Geld aufzuwiegen." Ein besonderes Dankeschön galt Klaus Schröders Ehefrau Tanja, die ihm immer den Rücken frei gehalten habe.

Der Landtagsabgeordnete Heiner Ehlen stellte erfreut fest: "Selsingen und Umgebung haben etwas aus der Dorferneuerung gemacht."

Worte des Lobes fand auch Landrat Hermann Luttmann. Er sprach das Kulturgut Friedhof an, bei dem sich die Sichtweise vor allem hinsichtlich der Bestattungsformen völlig geändert habe. Hier seien die Samtgemeinden als Träger gefordert. „Sämtliche Dörfer unserer Samtgemeinde waren oder sind mittlerweile in die Dorferneuerung eingebunden", führte Samtgemeindebürgermeister Gerhard Kahrs aus.

Als phänomenal bezeichnete der ArL-Vertreter Siegfried Dierken die Dorferneuerung in der Samtgemeinde Selsingen und verwies auf die außergewöhnlich hohen, von den Bürgern und Vereinen erbrachten, Eigenleistungen. Seine Behörde benötige vertrauensvolle Personen vor Ort, die sie in Klaus Schröder gefunden habe.

„Die Dorferneuerung war keine Eigenleistung von mir. Der Rat und die Einwohner haben alles mitgetragen", so der neue Ehrenbürger. „Ich fühle mich glücklich."