11.06.2017 Beverstedt Von: Käte Heins
Mitgliederversammlung der SPD Beverstedt

Susanne Puvogel stellt Programm vor

,,In den letzten Monaten lief es für die SPD nicht so gut“, bedauerte der Vorsitzende Wilfried Geils. Der Schulz-Effekt hatte sich nicht lange gehalten.

Ein weiterer Schlag ins Kontor war der Rücktritt von Daniela Behrens. Geils hofft jedoch, dass Behrens sich weiter im Ortsverein einbringt. Zur Zeit ist die ehemalige Staatssekretärin nicht zu erreichen. ,,Wenn eine Sache jetzt hoch kommt, dann hat das etwas mit dem bevorstehenden Wahlkampf zu tun", kommentierte Volker Lüdge aus Bokel. Hier würde es sich um Wahlkampf in der untersten Schublade handeln.

Rege Diskussionen - vermischt mit Ratlosigkeit - prägten zunächst die Stimmung des Abends. Daher war es für den Vorsitzenden eine große Freude, als er seinen Parteigenossinnen und Genossen berichten konnte, dass in den Ortsverein sieben neue Mitglieder eingetreten sind. Patenschaften für Flüchtlinge übernommen wurden. Damit solle der Deutschunterricht besser gefördert werden. Insgesamt 205 Jahre Parteitreue wurden auf der Versammlung honoriert. Für ihre langjährige Mitgliedschaft in der SPD wurden für 40 Jahre Rita Malachewitz, Werner Deuter, Eckhard von Harten geehrt. Seit 25 Jahren halten Anke Rose, Harald Michaelis und Torsten Rust der Partei die Treue. Claudia Suhr wurde für 10 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Die Kreistagsabgeordnete und derzeitige Bundestagskandidatin Susanne Puvogel gratulierte ebenfalls und dankte für das Engagement an der Basis. ,,Wir sind die SPD an der Basis, die geschlossen Wahlkampf machen kann" sagte Puvogel.

"Die SPD ist die wichtigste Partei im Land. Warum erkennen die Menschen nicht, dass wir uns für die Schwachen einsetzten?", ergänzte die Bundestagskandidatin weiter. Seit November letzten Jahres ist Susanne Puvogel auf Wahlkampftour in den Landkreisen Cuxhaven und Stade unterwegs. Sie möchte Stimmen holen, nah am Bürger dran sein und Vertrauen erwerben. Dabei gehe sie keiner Diskussion aus dem Weg. Vor der Aufgabe habe sie großen Respekt betonte die Bundestagskandidatin. ,,Wir haben Fehler gemacht, aber wir können es auch ändern. Ich kandidiere, weil ich ein Gerechtigkeitsfanatiker bin", betonte Puvogel und packt das Wahlprogramm der SPD auf den Tisch. Dabei soll jeder Mensch im Alter eine Rente bekommen, von der er auch leben kann. Vom gerecht verteilten Wohlstand ist die Rede. Das Bundesparteiprogramm möchte im ländlichen Raum die Strukturen verbessern. Dabei spielt der Ausbau der Mobilität eine große Rolle. Veränderungen könne man nicht aufhalten - aber man könne sie gestalten. Pflegenotstand, Fachkräftemangel und Bildung sind zehrende Fragen.

"Wir müssen schnelle Antworten finden, denn das subjektive Gefühl der Veränderung, macht den Menschen Angst", ergänzt der Beverstedter Ortsvorsteher Harald Michaelis. Die SPD müsse sich aufladen, Energie tanken und neu durchstarten. „Martin Schulz muß leisten. Allein mit dem Schlachtruf nach sozialen Gerechtigkeit werden wir keine Wahl gewinnen."

Rita Malachewitz hat ein Zitat von Ex- Kanzler Gerhard Schröder zur Hand. ,,Wahlen gewinnt man in der Mitte". Eine Sternfahrt zur Mitte will die SPD in den nächsten Wochen veranstalten. Der Termin wird noch bekannt gegeben.